Nach der Pleitenserie zuletzt soll heute gegen Friesack endlich einmal wieder ein Dreier für Hansa Wittstock in der Landesklasse herausspringen. Bei einer neuerlichen Niederlage würden auch die Friesacker an der Mannschaft von Trainer Jörg Lutter vorbeiziehen und die Dossestädter weiter in der Tabelle abrutschen. Lutter bemängelte zuletzt auch Einstellungsprobleme seiner Elf, die man sich gegen die Havelländer aber nicht leisten darf, da die Eintracht als kampfstark gilt. |
Friesack verschenkt leichtfertig 3 Punkte Nach drei Siegen am Stück kassierten die Friesacker Eintrachtkicker am vergangenen Samstag eine völlig unnötige 3:2-(2:1)-Auswärtsniederlage beim FK Hansa Wittstock. Damit endete die positive Miniserie der Fliederstädter deutlich früher als geplant, was aber nicht an einem starken Gegner, sondern an der mangelnden Chancenverwertung der Eintrachtoffensive lag, die in diesem Spiel reihenweise klarste Einschussmöglichkeiten versiebte. Schon allein Sven Nolle hätte die Partie entscheiden müssen, doch gegen eine teilweise überfordert wirkende Hansa-Defensive fehlte mehr oder weniger der gesamten Friesacker Offensivabteilung ein ums andere mal an diese Tage die nötige Abgeklärtheit vor dem gegnerischen Tor. Siegfried Meinecke war noch Stunden später nicht klar, wie man mit solch einer Vielzahl von klarsten Torchancen dieses Spiel in Wittstock verlieren konnte. "Die Chancen hätten mindestens für zwei Spiele reichen müssen", zeigte sich der Eintrachttrainer vom Spielausgang enttäuscht. Dabei erwischte die Eintracht einen tollen Start. Bereits nach nur 2 Minuten versenkte Sven Budig ein Zuspiel von Steffen Dalmann im Hansa-Tor. Nur eine Minute später hätte Sven Nolle bereist nachlegen können, als er allein vor dem Hansa-Tor auftauchte. Doch statt des zweiten Eintrachttores gab es im direkten Gegenzug den Ausgleich für die Gastgeber durch Matthias Dannehl (3.). Und es sollte noch schlimmer kommen. Auch wenn Hansa Wittstock in der Abwehr nicht überzeugen konnte, so war deren Angriff aber immer gefährlich. Jochen Meier verwertete in der 22. Sielminute eine Eingabe von rechts zur Gastgeberführung, nachdem abermals Sven Nolle in der 19. Spielminute frei vor dem Hansa-Tor an deren Keeper scheiterte. Trotzdem hätte Friesack bis zur Pause durchaus auch noch ausgleichen können, doch die Kopfbälle von Sven Budig (34.) und Roberto Meinecke (38.) waren letztlich zu ungenau. Nach dem Wechsel verteilte die Friesacker Hintermannschaft dann auch noch Gastgeschenke. Keeper Valentin Franklyn und Libero André Bialoscek waren sich bei einem langen Ball nicht einig, was Stefan Wolter in der 47. Spielminute zum 3. Tor der Wittstocker nutzte. Friesack antwortete mit wütenden Angriffen und erarbeitete sich weiter gute Einschussmöglichkeiten. Doch beste Chancen wurden weiterhin nicht verarbeitet. So vergab beispielsweise Steffen Dalmann in der 49. Spielminute ebenso wie Sven Nolle in der 76. Spielminute klarste Chancen. Und wenn dann der Abschluss, wie in der 82. Spielminute bei der Schusschance von Michael Uden, wirklich mal aufs Tor kam, war der gute Hansa-Schlussmann zur Stelle. Letztlich reichte der zweite Treffer von Sven Budig nach einem Eckball aus der 80. Spielminute nicht, um zumindest einen Punkt aus Wittstock zu entführen. So wird die Eintracht am nächsten Wochenende, insbesondere in der Offensive, konzentrierter agieren müssen, will man gegen die Abwehrspezialisten aus Dannenwalde auf eigenem Platz tatsächlich erfolgreich sein und in die Erfolgsspur zurück finden. |